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Die Guanchen kamen vom Nordosten Afrikas auf die Insel, wie auch auf alle anderen Inseln des kanarischen Archipels. Die knochenfunde belegen, dab diese Bevölkerungzum Cromagnontyp gehörte und sich als kurzgewachsen, athletisch und durch ein grobes Schädelvolumen charakterisierte. Sie waren in erster Linie Ziegen- und Schafhirte, sammelten einige Pflanzen und Meerestiere, obwohl sie auch eine rudimentäre Landwirtschaft betrieben.
Zum Zeitpunkt der Eroberung war die Insel in 4 Bezirke eingeteilt, entsprechend den 4 grossen Tälern: Mulagua (Hermigua), Hipalan (San Sebastián), Orone (Valle Gran Rey) und Agana (Vallehermoso).
Die Eroberung von La Gomera beginnt am Anfang des XV Jh. durch Juan de Bethencourt, und fast ohne Kampf, wodurch die Ureinwohner weiterhin über lange Zeit ihre Eigentümlichkeiten bewahren konnten. 1494 schliesst sich die Insel der Krone von Castilla unter der Herrschaft der Perazas an, womit sich ein autoritäres System installiert, das bis ins erste Drittel des XIX Jh. bestehen bleibt.
Die Insel war entscheidend beteiligt an der Heldentat des Kolumbus, war sie doch das letzte Festland, das Christof Kolumbus ansteuerte und wo er seine Wasser- und Nahrungsreserven auffüllte, bevor er sie am 6. September 1492 von der Bucht von San Sebastián de La Gomera aus verliess.
In den 40erjahren erreichte die Insel mit 29'000 Einwohnern das Bevölkerungsmaximum. Wegen den eingeschränkten landwirtschaftlichen Möglichkeiten und der Anziehungskraft eines weniger harten Lebens begann seither eine starke Emigration nach Amerika (Kuba und Venezuela) und vor allem nach Teneriffa, wo heute mehr Gomeros leben als auf der Insel selbst.
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